Kiefergelenkserkrankungen

Diese entstehen oft sehr langsam und unbemerkt und äußern sich plötzlich in knackenden oder reibenden Geräuschen oder durch Schmerzen, die im Bereich des Kiefergelenks, aber auch an anderen Stellen von Kopf und Hals auftreten können.
Als Ursache für die Beschwerden kommen erstlinig Fehlstellungen der Zähne oder des Unterkiefers, Veränderungen durch prothetische Maßnahmen (Füllungen, Kronen, Brücken, Prothesen), aber auch orthopädische Gründe (Haltungsschäden), Unfälle oder Fehlbelastungen in Frage.
Unbehandelt kann es neben starken Schmerzen zu schweren, irreversiblen Schäden im Kauorgan, zu Beschädigungen im Kiefergelenk und in der Folge
zur völligen Veränderung in den Eß- und Lebensgewohnheiten kommen.

Der ursächlichen Behandlung muß immer eine gründliche Diagnostik
vorausgehen. Neben einer langwierigen und umfangreichen Erhebung der
Krankengeschichte, steht vor allem eine Untersuchung des Kauorgans sowie
eine genaue Analyse der schädelbezüglich einartikulierten Gipsmodelle des
Ober- und Unterkiefers im Vordergrund.
Die eigentliche Behandlung besteht aus der Eingliederung von Schienen oder Aufbißbehelfen, dem Einschleifen von natürlichen Zähnen bzw. Zahnersatz
oder der Rekonstruktion der ursprünglichen Bisslage durch eine Neu-
anfertigung von Zahnersatz, evtl. auch in der Durchführung von kranken-
gymnastischen Übungen, sofern die Beschwerden muskulär bedingt sind.

 vorherige Seite




nächste Seite